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diese Internetseite dient der thematisch etwas losen Informationsdarstellung, konzentriert sich aber mittlerweile auf historische Themen. So finden Sie im Folgenden Herkunft und Bedeutung von einzelnen Ortsnamen, eine Darstellung des Stammbaumes meiner Familie sowie Sagen und Geschichten aus dem Berliner Raum.
Ich hoffe,Sie finden etwas Interessantes!
Ortsnamen: Herkunft / Bedeutung
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Iber, Eber, ibai ur, aur var, ver sal, salm oder al, alm |
Fluß, Gewässer, Wasser z.B. in Eberbach (Fluß-Fluß) |
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später auch Ohren, Mohren |
Tal z.B. Arnstadt, Odenwald (früher Marnstein) aber auch vereinzelt nach dem Aar - althochdeutschen arn - , dem heutigen Adler |
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Ufer, Böschung, Bodenerhebung, der Ort auf der Uferterasse |
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Die Kamp-flur: Form der Blockflur (in Norddeutschland); mit Hecken o.ä. umgrenztes Flurstück auch: in der Forstwirtschaft vor Wildverbiss geschützte Fläche zur Heranzucht von Forstpflanzen. Auch Feld- bzw. Viehkamp: durch Gräben oder Zäune eingefriedigtes Stück Feld oder Viehweide |
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heute: Landwirtschaft - zum Viehtreiben benutzte breitere Schneise. Triftgerechtigkeit: die Befugnis, Vieh über das Grundstück eines Anderen zu treiben. |
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(althochdeutsch; hagan) Einfriedung bzw. eingefriedetes Gebiet; heute auch schwyzerdütsch für Zaun |
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(der) Kampf |
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(Fluß-)Tal: Boden der Flusstäler und Niederungen, aus Flussablagerungen sehr unterschiedlicher Korngrößenzusammensetzung (Sand bis Ton), mit oder ohne Kalkgehalt, stark schwankendem Grundwasserspiegel (im Gegensatz zum Bruch; s.u.) und ein- bis mehrmaliger Überflutung jährlich; oft wertvolle Weideböden. |
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häufiger Ortsname in Mitteleuropa, deutet auf die alte Nutzung von Salzquellen oder Salzlagerstätten hin; z. B. Hall in Tirol, Schwäbisch Hall, Halle, Hallstatt, u. a. aber auch Höhle, Alle |
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Der Name Glyneck ("Lehmeck") stammt vom slawischen Wort Glina und bedeutet Lehm. Ein deutlicher Hinweis auf die frühere Allgegenwart und Bedeutung des Lehms sind die Orts- und Familiennamen Letter, Kleiber (Lehm und Kleben sind wortgeschichtlich verwandt) und in Brandenburg und Berlin die Ortsnamen Glindow, Glienicke und ähnliche nach dem slawischen Wort glin für Lehm. |
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Die Endung "-ing" (siehe Wehking, Frederking, Rohlfing, Thielking) bedeutete "zur Sippe des xyzgehörig". Siehe auch Die Bedeutung von Suffixen. |
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An einem der am langsamsten fließenden Flüsse Deutschlands - der Havel -,in einem durch eiszeitliche Vorgänge geprägten Gelände, das Höhenunterschiede bis zu 80 Metern aufweist, und in einem Gebiet, das von größeren Gewässern so umschlossen ist, das es den Charakter einer Insel trägt, befand sich vor über 1000 Jahren ein befestigter slawischer Siedlungsplatz. Am 3.Juli 993 machte ihn ein 13- jähriger Knabe dem Nonnenstift von Quedlinburg zum Geschenk und bewirkte so, dass die "Locus Poztupimi" (übers. aus dem lat. "Bergabhang" ) genannte Siedlung erstmalig urkundlich erwähnt wurde.
Der Junge war Otto III. und seine Tante die Äbtissin von Quedlinburg (Mathilde ,Mutter von Kaiser Otto I.). 1160 - 70 entstand in der Nähe der slawischen Siedlung, unweit der Nuthemündung, an einem Havelübergang eine erste Holz-Erde- Befestigung zum Schutz gegen den unter sächsischer Herrschaft stehenden Teltow und gegen den Einfluss des Erzbischofs von Magdeburg. Gesichert durch diese Anlage entwickelte sich auf dem Gebiet des heutigen alten Marktes von Potsdam eine Siedlung, deren Bewohner zunehmend deutscher Abstammung waren und die den Namen ihres Siedlungsplatzes sprachlich in " Potstamp" abschliffen. Über einen längeren Zeitraum entwickelte sich die Siedlung, da günstig an Havel und Nuthe gelegen, allmählich zu einer Stadt.1317 wird sie urkundlich als "oppidum" (Flecken) bezeichnet, am 18.Juli 1345 erstmalig das Stadtrecht (civitas) erwähnt. [...] [Quelle: Geschichte des Holländischen Viertels Potsdam] |
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Der lateinische Name für Leipzig ist Lipsia, er ist noch im Italienischen erhalten und ist vom altslawischen (polnisch: Lipsk, tschechisch: Lipsko) Lipsk(o) (der Ort, wo die Linden stehen) abgeleitet. Am Zusammenfluss von Weißer Elster, Parthe und Pleiße hatten Slawen schon im 9. Jahrhundert eine erste dörfliche Ansiedlung gegründet, die sie Lipsk (Lindenort) nannten. Später errichteten deutsche Feudalherren hier im Zuge der Ostexpansion eine deutsche Burg zum Schutz der Fernhandelsstraßen. Die Region wird christianisiert, Lipsk wird zu Leipzig, erhält 1165 Stadtrechte und das Marktprivileg verliehen. Nahe der Ursprungssiedlung legten zugewanderte flämische Bauern im 13. Jahrhundert den Vorort Gohlis an. Eine bis heute beliebte Erbschaft der Zuwanderer aus Flandern und den südlichen Niederlanden ist die "Gose" (von: geuze), ein berühmtes Weißbier. Auch der heutige Szenevorort Connewitz (slawisch: Konwiz = "Sippe des Pferdezüchters") ist eine slawische Gründung, in der später die von Westen vordringenden Sachsen und Flamen siedelten. |
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slaw. berl Sumpf. berl-in also "[Ort mit] viel Sumpf" |
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Tegel, Tögel = schwedisch Ziegel; was zum alten Ziegeleisee in Hermsdorf und den vielen Glienickes (s.o.) passen würde. aber auch bayrisch, von mittelhochdeutsch tegel = Tiegel Die Ortsgründung unter dem Namen Tygel war eine Folge der Besiedlungspolitik der damaligen Markgrafen. Über "Tiegel" wurde schließlich der Name erst 1746 in Tegel geändert. 1920 wurde Tegel zu einem Teil von Groß-Berlin. |
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ostdeusch-slawisch (polnisch niemiec: der Stumme, der nicht slawisch spricht, dann = der Deutsche) |
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Der niedersächsiche Bauer Reinhardt gründet um 1230 das Reinhardts Dorf - plattdeutsch Renekentorp - das spätere Reinickendorf. |
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[plattdeutsch / heutiges schwedisch] Dorf |
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Vor etwa 1.400 Jahren nahmen slawische Stämme das Land in Besitz. Es war viele Jahrzehnte menschenleer, davor germanisch besiedelt. Als es die Stadt noch gar nicht gab, legten die slawischen Kyzziner am östlichen Flußufer der Warnow eine Siedlung an und zum Schutz vor Feinden eine Burg. Diesen Flecken nannten sie "roztoc", was soviel wie "Auseinanderfließen eines Flusses" bedeutet. Zu Zeiten der Slawen-Kreuzzüge geht diese Burg in Flammen auf, als ein Heer des Dänenkönigs Waldemar I. die slawischen Stämme in Mecklenburg und Pommern unterwirft. Verbürgt ist dafür das Jahr 1161 in der Chronik des dänischen Geschichtsschreibers Saxo Grammaticus. Wenige Jahre später besiedeln deutsche Kaufleute und Handwerker die Gegend unweit der heutigen Petrikirche. Inwieweit das heutige schwedische Wort "stock" [für Baum] die heutige Aussprache beeinflußt hat, bleibt Spekulation. |
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früher Plawe. "Plawe" hat seinen Ursprung im Slawischen und bedeutete "Flößort" bzw. vom slawischen “plawat” abgeleitet, was übersetzt “schwimmen, flößen” bedeutet. Meißt ein Hinweis auf einen See mit Fluß und umliegenden Wäldern. |
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z.B. in Elsenstraße oder Elsenbruchstraße |
Ellern, Elsen, niederdeutsche Bezeichnungen für Erlen. Sie gehören zu den Birkengewächsen. Unsere heimischen Grau- und Schwarzerlen wachsen verbreitet in Flussauen, in Brüchen, an Bächen, auf anhaltend feuchten Böden. Erlen werden bis zu 30 m hohe Bäume mit rissiger, dunkler Rinde, langgestielten, eiförmigen, gezähnten Blättern und dunkelbraunen kleinen Fruchtzapfen. |
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Bruch, der u. das, Bez. für Organ. Nassböden im Bereich der Verlandungszone von Flachmooren und Gewässern. Entsprechend der Gehölzvegetation (Bruchwald) spricht man z. B. von Erlen-Bruch oder Birken-, Kiefern-Bruch. Das Biotop unterscheidet sich von der Aue durch geringe Grundwasserschwankungen". (Brockhaus) |
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Sumpf; aus germ."*fanja", vgl. got."fani", ags."fen", ahd."fenna/fenni", nnl."veen"; Deutung ist von Silbenumgebung abhängig |
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Sumpf, Morast; aus westgerm."*póla", vgl. ahd."pfuol", mnd."pól,púl", mnl.nnl."poel", afries.ags."pól", engl."pool", steht zu pol/pul; beschreibt die Lage des Ortes in Bezug zu einem Sumpfgelände; pol~, polnisch: im weiten Sinne zu Feld aber auch bewässern. |
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1. viel bzw. häufiges Vorkommen von etwas 2. im slawischen Ursprung für "Dorf des ..." |
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Im Norden Polens wurde kaschubisch gesprochen. Dort gibt es das Wort Stolp, das eine Vorrichtung im Fluss zum Fischfang oder einen Pfahl oder Pfosten beschreibt. Es liegt also ein slawischer Ortsname zugrunde, den man als Vorrichtung im Fluss zum Fischen oder als Pfosten oder Pfahl erklären kann. |
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das Land "am Meer", poln. "Po morze" |
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teilweise evtl. von "bog", dann altslawische Kultstätte zu Ehren eines Gottes ("bog" = "Gott"), wie dies das Zedler=Universallexikon von 1732-54 empfiehlt. Oder slawischen Ursprung, wobei nur die Endung "bog" (in der Rückführung auf das Altsorbische) auf "bok" = "Seite, Flanke, Abhang" verkürzt etymologisch anders abgeschlossen wird |
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Bucht |
mailto:weber68(a)gmx.de
Stand:08.12.2006